Das Arbeitstier: The new Penn Slammer III 8500 HS

Heute gibt es mal einen Gastblog vom Abu Teamangler Mike Nieleboch zur Penn Slammer III:

Für meine Angeltrips im warmen Salzwasser greife ich immer wieder ins Penn-Regal. Haltbare und leicht zu fischende Ruten, Rollen und allem was dazugehört. Meine bisherige Ausrüstung bestand bisher aus Battle 8500 und Torque 7/9. Als jedoch im Dezember 2016 Testangler für zwei neue Penn Slammer III 8500 HS gesucht wurden, bewarb ich mich umgehend für diesen Job. Die nächsten beiden Trips standen schon kurz bevor und für neues Material bin ich natürlich immer offen!

Penn Slammer III

Eine Woche später stand dann ein Modell der neuen Rolle da. Im Januar 2017 durfte ich schon Prototypen testen! Zwar noch nicht im passenden Karton aber so groß ist der Unterschied zur „normalen“ Slammer nicht. Also passte diese auch in die vorhandene Verpackung. Wie gewohnt bot sich beim Auspacken die übliche Penn-Haptik, massiv, kompakt und ohne Schnörkel, ein Arbeitstier wie man es erwartet. Der Vollmetallkörper in schwarz und rot eloxiertem Aluminium, griffiger Kurbelknauf, dicker Schnurfangbügel und weicher Lauf. Mit dieser Rolle sollte nichts schief gehen…

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Es fand sich zwischenzeitlich kein weiterer Testangler der mit solch schwerem Gerät etwas anfangen konnte. Also bot ich mich an, alle zwei Rollen zu testen. Die Einsatzgebiete waren dann im Januar die Malediven und im Februar die Lakkadiven, jeweils aufgeteilt zum Poppern und Jiggen. Die hohe Übersetzung der neuen Penn Slammer war optimal für diese Angelei, also sollten beide mit ins Gepäck wandern. Eine Rolle bespulte ich mit der Berkley Pro Spec 5×10 PE fürs Jiggen, die zweite bekam die Spiderwire Ultracast 8 in 0,30 mm zum werfen von großen Poppern ab 150g. Nun wanderten die beiden Rollen zuerst auf die Waage. Im Leerzustand waren es noch 920 g, gefüllt liegen wir hier schon bei 1kg. Da ich gerne Vergleiche ziehe, nahm ich andere Rollen, welche ich auch selbst Fische, als Referenz zu Hilfe. Etwas mehr Gewicht als die vergleichbare Torque 9, deutlich mehr als die etwas kleineren Battle 8000 bzw. Clash 8000. Höheres Gewicht gleich höhere Belastbarkeit. Die HT-100 Bremse wird jetzt mit Penn-eigenen Bremsscheiben bestückt,  Mit angegebenen 27,2 kg natürlich gleich doppelt so hoch wie Battle/Clash etc..

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Dann folgten die Einsätze der beiden Neuen. Auf den Malediven setzte ich die Rolle anfänglich zum Poppern ein, um die Tauglichkeit dafür zu testen. Montiert war sie an einer Penn TRQ Ignobilis in 80 lbs. Hier harmonierte sie optimal mit der 465 g Rute. Für schwere Köder die perfekte Kombination, leistete sie sich keine Schwächen. Voll bespult und dennoch keine Perückenbildung, welche gerade beim Schlagen von Poppern gerne mal auftritt. Das Laufverhalten ist saugend, kein merkliches Spiel im Getriebe, kein Spiel am Rotor. Die Köderführung wird mit einem Schnureinzug von ca. 125 cm wesentlich erleichtert. Das Führen der Popper erfordert wesentlich weniger Kurbelumdrehung zwischen den Schlägen. Im Drill fiel vor allem die sehr sanft ansprechende Bremse auf. Das Nachjustieren war durch die große und griffige Bremseinstellung im Kampf einfach. Große Fische wurden ebenfalls zuverlässig eingebremst. Die Reserven waren hier noch lange nicht ausgeschöpft. Da wir beim Spotwechsel immer die Möglichkeit zum Trollen hatten, nutzte ich dann diese Kombination um die Slammer an großen Fischen zu testen, welche hier regelmäßig die Lures nahmen.

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Große Fische wie Sails, Haie, Barracudas etc. bereiteten der Rolle keine Mühe. Selbst größere Fluchten steckte die Rolle locker weg. Die Bremse ist für 80 lbs-Popperruten überdimensioniert, mit einer Einstellung bei ca. 15 kg sind diese Ruten schon an der Belastungsgrenze. Die hohe Temperaturentwicklung der Bremse wurde sehr schnell über den Spulenkörper nach außen abgeführt. Ein sauberer Lauf der Rolle, das geschmeidige Einbremsen, der verwindungsfreie Rollenkörper, all das fanden auch meine beiden Mitangler sehr angenehm. Ebenfalls war das Jiggen mit der Slammer HS sehr angenehm. Hier ist wiederum die hohe Übersetzung ein wesentlicher Vorteil, um diese Übung relativ ermüdungsfrei zu absolvieren. Leider war das Fischen im Tiefen dann erst auf den Lakkadiven wirklich erfolgreich. Auch hier konnte ich mich absolut auf die Rolle verlassen. Montiert an einer TRQ Jig in 400g  waren es dann meist aufgebogene Jighaken oder ausgeschitzte Fische, welche den Spaß etwas eintrübten.

Abschließendes Fazit:

Die Slammer III 8500 HS ist eine absolut kraftvolle und zuverlässige Rolle, welche einem Angler sicher lange Freude bereiten wird. Lodgebetreiber vor Ort zeigten schon großes Interesse als Verleihtackle. Ein fairer Preis, eine stabile Konstruktion sowie der schnörkellose Aufbau der Rolle kommt Vielangern entgegen. Der hohe Schnureinzug macht das Angeln mit Poppern, Stickbaits und Jigs um einiges leichter.

Mike Nielebock – Team Abu Garcia

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