von Jochen Dieckmann

Mit der Fliege auf Hecht?

Liebe Angler,

immer wieder hört man, daß es sehr gut funktionieren soll, mit der Fliegenrute auf Hecht zu angeln. Das wollte ich als Fliegenfischeranfänger natürlich auch ausprobieren. Nach den guten Erfahrungen mit den günstigen Shakesspeare Odysse-Ruten fand mein Versuch mit einem Modell mit der angegebenen Schurklasse 8, wieder mit der Omni X-Rolle mit der Worcester-Line WF (weight forward= Gewicht vorne= Verdickung der Schnur vorne) intermediate (leicht sinkend), ebenfalls von Shakespeare in der AFTM-Klasse 9.  Hersteller stellen ihre Fliegenschnüre in den unterschliedlichen AFTM-Klassen als schwimmende (floating), leicht sinkende (intermediate), sowie sinkende und schnell sinkende Schnüre her.Warum entschied ich mich in diesem Fall für eine intermediate? Die leicht abgesenkte Schnur ermöglicht bei Wind und Wellen einen ständigen und sofortigen Kontakt nach dem Einwurf, das ist absolut entscheidend für die Bisserkennung. Eine Schwimmschnur nimmt alle Wellen und seitlichen Verdriftungen 1:1 mit und eignet sich zum Streamerfischen meiner Meinung nach nur für absolut windstille Verhältnisse.

Um auf  Tiefe zu kommen band ich mir stark beschwerte Streamer  (Metallaugen, Bleidraht und co…), aber ich kann euch flüstern: das wirft sich sowas von schlecht, ich kann nur abraten! Wenn Ihr wirklich auf  Tiefe kommen wollt, benutzt besser sinkende Schnüre oder Schussköpfe. Mit einem Fenwick Schußkopf und der Sinkrate 3 ist es ohne weiteres möglich, in 3,50m Tiefe zu angeln und mit der Fliege Fische zu fangen.

Für meine 8er Rute fand ich heraus, daß sie eine 9er intermediate am besten wirft, die zunächst verwendete 8er brachte keine befriedigenden Wurfergebnisse. Ich hörte und las von anderen Fliegenfischern, daß auch sie oft die Erfahrung machten, für die angebene Schnurklasse auf der Rute die Schnur eine Klasse höher zu wählen.

Zum Angeln mit relativ großen Streamern der Marke “Eigenbind” brauche ich kein verjüngtes Vorfach, stattdessen binde ich an die Fliegenschnur ein 1,50 bis 1,80 langes Trilene Fluorocarbon in 0,34mm und daran ein 7kg tragendes 30cm langes Titan-Stahlvorfach. Dieses relativ dünne Vorfach sorgt für eine etwas größere Lauftiefe als ein deutlich dickeres Hardmono-Vorfach. Mit dieser Geräte- Kombi angle ich in eine Tiefe von 1,00 bis 1,50m, optimal für die flachstehenden Frühlingshechte!

In der letzten Woche gings abends zum ersten mal los. Mit meinem Angelfreund Bernd konzentrierten wir uns auf die langsam an die Oberfläche drückenden Seerosenfelder und was soll ich erzählen: es hat geklappt: mein erster Streamerhecht!

Machts mir nach, it´s a real good feeling! Euer Jochen

Abendstimmung an der Havel und die Rute ist krumm!

nicht groß, aber ich war glücklich und demnächst lege ich mich mit seiner Mama an!

 

Kategorien : Allgemein

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