Deadbaiting – Angeln mit Köderfisch neu interpretiert

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Seit langem angle ich schon mit Köderfisch auf Hecht, Zander und Co. Früher ganz klassisch mit Pose, Stahlvorfach, einem Drilling und habe es mehr oder weniger dem Zufall überlassen, ob ich etwas fange oder nicht.

Da ich aber auch ab und an Karpfen mit allem was dazu gehört nachstelle, wurde mir irgendwann klar, dass ich auch viele kleine Details übertragen kann. Also begann ich zu recherchieren, zu lesen, Videos zu sehen und zu probieren.

Was in England seit Jahrzehnten Gang und Gebe ist, ist hierzulande leider kaum verbreitet. Oft höre ich am Wasser „So viel SchnickSchnack, das brauch ich nicht, ich habe früher schon so geangelt und gefangen!“

ein typischer Hotspot

ein typischer Hotspot

Welche Details und Methoden ich geändert habe um in nahezu allen Situationen am Wasser erfolgreich zu sein und vor allem warum möchte ich euch nun und in weiteren Blogs vorstellen.

Beginnen möchte ich mit meiner Ausrüstung.

Meine Ruten wähle ich je nach Situation. Angle ich vom Boot oder vom Ufer, präsentiere ich meinen Köder am Grund oder schwebend an der Rosenmontage, fische ich ufernah oder weit draußen? All das sind Faktoren, nach denen ich die für mich passende Rute wähle. Es mag jetzt vielleicht so klingen, dass du 5 oder 6 Paar verschiedene Ruten brauchst, aber keine sorge, dem ist nicht so.

Für die Angelei mit Pose egal ob im Boot oder vom Ufer nutze ich die Greys Prowla Platinum Bait in einer Länge von 3,30m und einer Aktion von 2,25lb. Klingt erstmal nach einer Rute mit recht wenig Wurfgewicht, denn nach der Faustformel handelt es sich um eine Rute die Ihre Stärken bei Ködergewichten zwischen 55 und 80 Gramm hat. Der riesen Vorteil dieser Rute ist aber, dass durch die parabolische Aktion die Köderfische im Wurf recht selten ausschlitzen und ich die wilden Fluchten großer Fische sehr gut parieren kann, da es dieser Rute nicht an Rückgrat mangelt. Daher sehe ich immense Vorteile wenns ums werfen geht in einer „weicheren“ Rute. Aber warum diesen Stock fürs angeln vom Boot, da brauch ich ja gar nicht so weit werfen, schließlich kann ich an die stellen fahren. Ganz einfach: Sie ist „nur“ 3,30m lang. Das erleichtert das Handling im Drill und gerade beim Keschern.

Greys Prowla Platinum Bait

Greys Prowla Platinum Bait

Wenn ich meine Köder am Gewässergrund anbiete, egal ob geworfen oder vom Boot abgelegt, greife ich zur großen Schwester der oben erwähnten Rute, der Greys Prowla Platinum Bait. Allerdings in einer Länge von 3,60m und einem Aktion von 3,0lb. Das ist der Tatsache geschuldet, dass neben dem Fisch eine Menge Blei mit geworfen werden muss. Apropos Blei: dies sollte nicht leichter als 50 Gramm gewählt werden, da der Fisch sonst das Gewicht am Gewässergrund bewegt und nicht sicher die Schnur durchzieht, was ich dann am Bissanzeiger erkenne. So verhindere ich, dass mir Bisse entgehen. Durch das Mehr an Wurfgewicht gelingt es mir auch die Anschläge auf große Distanz durchzubringen.

Bei den Rollen, mach ich es hingegen davon abhängig, in welcher Distanz ich angle. für Kurze und mittlere Distanzen nutze ich meist die Penn Spinfischer SSV4500. Sie hat mehr als genug Kraftreserven und ist einfach ein zuverlässiger Begleiter bei Wind und Wetter. Sollte es mal weiter raus gehen kommt die Penn Affinity II in einer 7000er Größe an die Ruten. Sie hat einfach das Gewisse mehr an Schnurkapazität um auch mal auf mehr als 150m Distanz den Köder abzulegen.

Penn Affinity

Penn Affinity

Penn Spinnfisher SSV

Penn Spinnfisher SSV

Auf Freilaufsysteme verzichte ich, da ich immer mit geöffnetem Rollenbügel auf den Biss warte. An den Greys Prowla Platinum Bait Ruten befindet sich ein Schnurclip, den ich immer dann nehme, wenn ich die Montagen ablege und Einhänge-Bissanzeiger zusätzlich zu den elektronischen nutze. Hier leisten mir die Radar DSi in Verbindung mit dem Radar DS Swing Indicator ausgezeichnete Dienste.

Wie und Wann, mit welchen Montagen ich wo angeln gehe erfahrt ihr in Kürze hier.

Bis dahin. TL Christoph

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Kategorien : Allgemein, Köder, Rollen, Ruten