Belly Boat Guide – Angeln mit dem Belly-Boot für Einsteiger

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Was ist eigentlich ein Bellyboot?

Bellyboote sind eigentlich keine Boote im eigentlichen Sinn, sondern Schimmhilfen für Angler. Ziel ist es, mit einem kompakten Schwimmgerät Spots zu erreichen, die für den Uferangler unzugänglich sind. Der großer Unterschied zum Boot, Schlauchboot oder Kayak, ist das extrem kompakte Packmaß eines Bellybootes. Ihr könnt also auch mit deinem Kleinwagen ans Wasser, da erst vor Ort montiert wird.

Wie funktioniert das Ganze?

Auf dem Bellyboot, welches wie ein U oder V geformt ist, sitzt man also im bzw. knapp über der Wasseroberfläche und die Beine sind im Wasser. Man bewegt sich primär Rückwärts paddelnd, mit Schimmflossen, vorwärts. Zusätzlich zum Bellyboot selber sind also ein paar Schimmflossen und eine Wathose nötig und man hat das nötigste dabei. Bei den meisten besseren Bellybooten gibt es noch diverse Taschen und Ablagen dazu um das Tackle zu verstauen. Außerdem kann man im Zubehör vom Rutenhalter bis zum Echolot fast alles für Bellys bekommen.

Was braucht man zusätzlich zum Belly-Boot und was optional?

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Wie schon erwähnt benötigt man ein paar Extras:

  • Schwimmflossen – idealerweise speziell für Bellys und Watstiefel
  • Rettungsweste – entweder Automatik- oder schlanke Feststoffweste
  • Watbekleidung – atmungsaktive Wathose ggf. mit Thermoinlays für die kalten Jahreszeiten

Extratipp: Ein Fußpumpe zum aufblasen des Schlauches ist meist mit dabei. Mehr braucht ihr auch wirklich nicht. Das geht sehr schnell und für eine gute 12V-Pumpe bezahlt man auch ordentliches Geld. Kann man sich sparen!

Optionale Extras für´s Belly:

  • Echolot – kompakte Geräte wie das Striker 4 von Garmin sind ideal
  • Watkescher – langstielig mit Gumminetz zbsp. von Berkley
  • Köderboxen – ich packe nur das nötigste ein – in einer wasserdichten Tupperdose

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Die erste Ausfahrt mit dem Bellyboot:

Die fand bei mir direkt auf Rügen statt und das war ziemlich dämlich. Tatsächlich sind das schon die absolut grenzwertigsten Bedingungen die man sich aussuchen kann. Ich empfehle euch ganz klar: sucht euch ein flaches stehendes Gewässer für die ersten Gehversuche. Die besseren Bellyboote haben Tragegurte und so könnte ihr am Parkplatz alles fertig machen, das Bellyboot schultern und ab ans Wasser.

Dort angekommen verstaut ihr alles was ihr braucht im und am Bellyboot, schnallt euch die Flossen an die Watstiefel und setzt euch rückwärts im flachen Wasser ins Boot. Jetzt wieder den Abstandshalter vor euch einrasten und schon kann das Angeln beginnen.

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Das Berkley Ripple TEC Ripple XCD:

Wie man auf den Bildern sieht war das oben genannte Bellyboot von Berkley meine Wahl. Das Ripple XCD hat extra stabiles Außenmaterial, 2 große Taschen, eine abdeckbare Ablage im Bug, Transportgurte und ist mit der V-form recht zügig zu bewegen. Die Tragkraft wird mit ausreichenden 160kg angeben und man sitzt in einem Schaumstoffsitz knapp über dem Wasser. Auf jeden Fall hat es sich selbst bei den widrigen Bedingungen am Bodden bewährt und wird mich noch lange begleiten.

Ich hoffe ich habe euch ein wenig den Einstieg ins Angeln mit dem Bellyboot erleichtert und ihr kommt bald in den Genuss dieser genialen Angelei. Ein paar Impressionen gibt es hier:

Kategorien : Allgemein, Bekleidung