Pike on the Fly for Dummies

Fliegenfischen auf Hecht Greys GTS800 GR70 Salt Pike on the Fly

Fotos: Christian Siegler, Dirk Nestler

Heute gibt es mal einen echten Einsteigerblog. Denn genau in dieser Situation war ich diesmal wieder, beim Fliegenfischen auf Hecht. Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich mit dem Fliegenfischen am Bach begonnen, damals noch aus dem pragmatischen Grund, zu bestimmten Zeiten nur mit der Fliege fischen zu können. Außerdem lassen sich Äschen ja doch kaum gezielt mit der Spinnrute beangeln.

Diesmal war der Grund aber tatsächlich ein Anderer. Natürlich wird das Thema Fliegenfischen auf Hecht gerade sehr gehypt, aber für mich ist der Hecht immer noch der beliebteste Zielfisch und ich möchte einfach gerne mal einen Kapitalen an der Fliegenrute erleben. Und wo habe ich bessere Chancen, als im hechtverseuchten Schweden!?

Fliegenfischen auf Hecht Hodgeman Pike on the Fly

Also habe ich kurz vorm letzten Schwedentrip eine komplette Klasse #10-Combo zusammengestellt und die ging dann mit auf die Reise.

  • Greys GR70 Salt #10
  • Greys GTS 800 #9/10/11
  • eine Slow Sink und eine Swim – Schnur
  • 45er FC-Vorfach
  • Stahlvorfach für die Hechtzähne

Tipp: Wenn möglich, lasst euch die Fliegenschnur mit Schlaufen an beiden Enden liefern. Somit könnt ihr das Vorfach sowie das Backing einfach anknoten. Als Backing hab ich übrigens einfach ca.50m Geflochtene in 0,50mm genommen, die hab ich sowieso für die Hechtcombos Zuhause. Durch die Schlaufen an der Fliegenschnur kann man das mit einem Knoten der Wahl anknoten und genauso verfährt man mit dem Vorfach aus FC, an das ich dann mein Stahlvorfach einfach anbinde. Eigentlich Alles ganz einfach!

Um den inneren Schweinehund zu überlisten und nicht im Hechtwahn wieder zur Baitcaster zu greifen, nahm ich dann an einem Nachmittag nur die schlanke Fliegenausrüstung mit aufs Boot. Somit gab es nur die Option Fliegenrute oder nicht Angeln. Dank meines guten Angelkollegen Steffen Schulz, war ich auch mit diversen Streamern bestens ausgerüstet und dem ersten Fliegenhecht stand Nichts im Wege.

Außer ich mir selbst natürlich und genau so war es dann auch. Die ersten Wurfversuche waren wirklich ernüchternd, denn mit dem Wedeln einer 5er Rute hat das mal gar nichts zu tun! So langsam konnte ich mich dann mit der ganzen Sache anfreunden und dank der Hilfe meines Bootspartners Christian, langsam so etwas wie eine Art Wurftechnik darstellen. Doch schon nach kurzer Zeit zeigte mir auch mein Körper gleich, welche Bewegungen ich sonst nicht ausführe. Irre!

rocke3

Schlussendlich konnte ich tatsächlich nicht einen Hecht verhaften, aber wenigstens einen Biss konnte ich im Blank spüren (der Hecht fand die Fransen gut, aber verschmähte den Haken). Das hat dann auch ein wenig für die Schmerzen am nächsten Tag entschädigt und auch das die Fliege anscheinend allgemein nicht so effektiv war, hat ein wenig beruhigt. Aber ich bin mir sicher, das war nicht der letzte Einsatz meiner Combo und spätestens beim nächsten Rügentrip, wird mir ein kapitaler Meister Esox eine guten Tanz liefern.

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