Universal Soldiers – Angeln mit Crankbaits

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Fotos: Christian Siegler, Gabriel Grabe

Ich möchte heute mal, aus aktuellem Anlass, etwas genauer auf das Angeln mit Crankbaits eingehen. In der letzten Woche war ich im hohen Norden unterwegs und auch dort hat sich der gemeine Crankbait mal wieder als absolute Fangmaschine herausgestellt. Doch was ist eigentlich ein Crankbait und warum ist er so universell einsetzbar?

Eigentlich sind Crankbaits nichts Anderes als bauchige Wobbler mit Tauchschaufel und somit durchaus auch einfach als Wobbler zu bezeichnen. Aber man muss bei Hardbaits schon ein wenig unterscheiden, um ihren vielen verschiedenen Eigenschaften gerecht zu werden. Je nach Größe und Winkel der Tauchschaufel, laufen sie in unterschiedlichen Tiefen und sind manchmal mit und manchmal ohne Rasseln ausgestattet. Eines haben sie aber Alle gemein – ihre sehr aggressive, wackelnde Aktion.

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Gerade im Sommer ist diese Aktion oft der Schlüssel zum Erfolg und fördert nicht selten die etwas besseren Exemplare beim Barschangeln zu Tage. Das Geniale aber ist, und das hat sich in Skandinavien wieder deutlich gezeigt, dass man mit einem Crankbait auch nicht an den Hechten vorbei angelt. Zudem sind im Sommer auch die Hechte eher auf kleinere Köder eingeschossen und wir konnten auf Cranks auch unsere 80er Fische landen. (Das Bild zeigt einen kleineren Crank-Hecht)

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Wie führt man den nun einen solchen Köder? Genau das ist das Beste an der Sache – einfach Einkurbeln! Natürlichen bringen Änderungen in der Kurbelgeschwindigkeit und der ein oder andere Spinstopp noch ein wenig Salz in die Suppe, aber im Grund ist der Crankbait ein simpler Geselle. Natürlich eignen sich die Teile auch perfekt zum Schleppen, wenn sich die Suche mal schwieriger gestaltet.

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Das Gerät sollte auch beim Barschangeln etwas stärker ausfallen und daher nutze ich 30 oder 40 Gramm Ruten für diese Angelei. Die Ruten dürfen ruhig ein wenig Spitzenaktion haben, aber sollten ein starkes Rückgrat aufweisen, denn mit Hecht ist immer zu rechnen! Ich nutze dann meist ein etwas stärkeres FC in 0,45 als Vorfach und konnte damit ganz gut mit beiden Spezies umgehen.

Mein Lieblingscrank ist eindeutig auf dem ersten Bild erkennbar – es ist der aktuelle Berkley Pitbull. Das Ding hat einfach eine richtig aggressive Aktion und auffällige Akustik. Außerdem ist der Köder sehr hochwertig lackiert und sieht auch nach einigen Hechtattacken noch fast wie neu aus. Also legt mal die Gummis zur Seite und klinkt mal wieder einen Wobbler, nein, einen Crankbait ein!

Kategorien : Allgemein, Köder