Hechtangst auf Rügen Teil 1

Rügen – das Hecht-Paradies in Deutschland. Nirgendwo in Europa steht die Chance besser einen richtigen dicken Fisch zu landen. Das wissen nicht nur wir und deshalb waren wir nicht allein im Hafen von Schaprode. Fast das gesamte schwedische und finnische Abu-Team waren vor Ort. Auch Mister Pike persönlich, Claes „Svartzonker“ Claesson, war da. Alle hatten nur ein Ziel: dicke Hechte fangen!

Doch erstmal zurück auf Anfang. Mitte letzten Jahres reifte bei mir die Idee zum Jahresanfang noch mal nach Rügen aufzubrechen. Ursprüngliche zündete Mattias Epperlein vom schwedischen Abu-Team die Geschichte. Für die Schweden ist Rügen das Ziel schlechthin. Beim letzten Mal war der Januar ja schon mal eine absolute Bank auf Hecht und daher entschied ich mich wieder für diesen Zeitraum. Nach einigen Gesprächen mit Tobias, Mattias und Mike wurde der Plan definiert und erst kurz vor der Schonzeit ein Termin gefunden. Außerdem wollten mit Gabriel und Christian noch 2 gute Freunde mitkommen, um die Hechtjagd zu unterstüzen. Tobi kümmerte sich vorbildlich um Boote und Unterkunft und wir konnten damit beginnen, die Tage zu zählen.

Am Donnerstag Morgen ging es dann für Gabriel und mich auf die 6 Stunden Fahrt nach Rügen. Die Anspannung war nun nicht mehr zu verleugnen. Eine Mischung aus Optimismus und Bedenken über die möglichen Fangerfolge machte sich breit. In den Monaten vorher war ja doch eine Diskussion über die Qualität und die Probleme der Gewässer rund um Rügen ausgebrochen. Viele Meldungen über unterdurchschnittliche und teilweise sehr schlechte Tage häuften sich. Innerlich hatte ich also mit einer Wiederholung des Januar ’14 abgeschlossen.

Am späten Nachmittag erreichten wir Schaprode, bezogen die Zimmer und betraten das überfüllte „Schillings“ in Hafennähe. Voll mit Anglern und die Hälfte war mit ABU gelabelt. Hakan Fransson, Claes „Svartzonker“ Claesson, Antti Heinonen und viele Andere gönnten sich Stärkung für den nächsten Tag auf dem Wasser. Da bricht ein gewisser Leistungsdruck aus!

Nach unruhiger Nacht ging es morgens um 7 Uhr Richtung Schaproder Hafen, spätestens hier hatte man dann das Gefühl schon direkt bei den Pike Open anzutreten. Bei bestem Wetter gingen am Freitag ca. 15 Boote an den Start und wir mittendrin. Dank verlässlicher Infos steuerten wir dann die Boote auf die längere Fahrt in den Kubitzer Bodden und starteten die ersten Driften in flachem Wasser. Was dann in den nächsten 7 Stunden ablief, ist kaum in Worte zu fassen.

Hecht auf Hecht im Minutentakt. Immer der gleiche Bereich in den Driften brachte an zwei verschiedenen Spots den Fisch ans Band und wir haben die Spots voll ausfischen können. Der Schwede sagt dazu: „Fishing for Numbers“ und mag das eigentlich gar nicht! Aber zwischen den 70-90cm Exemplaren standen auch die richtig dicken Damen und ausnahmslos alle Angler konnten hohe Stückzahlen an Hechten verhaften.

Nach kurzer Beißflaute kam dann bei mir noch der Meterfisch. Auch bei den Anderen wurde an dieser Marke gekratzt und sogar noch mit 1,20+ übertroffen. Der Fishcounter klickte bis zur Heimfahrt weiter. So wird ein Angeltag doch unvergesslich!

Wie es weiterging, was die anderen Teams gefangen haben und uns der nächste Tag brachte, lest ihr im nächsten Teil von „Hechtangst auf Rügen“!

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