Mit Mini-Gepäck zum Meter Hecht

Wer kennt es nicht, man ist am Wasser, hat 3-4 Köderboxen mit mehreren hundert Ködern dabei und kann sich einfach nicht entscheiden. Zudem schleppt man sich von Stelle zu Stelle einen Wolf, weil die Tackle-Tasche mal wieder völlig überladen ist – man möchte ja für alle Situationen gewappnet sein. Ich gebe zu, so sieht das bei mir im Normalfall immer aus. Die Boxen, mindestens 3 große sind bis in die letzte Ritze gefüllt. Für jede Eventualität habe ich etwas dabei um ja nichts zu verpassen. Oft genug erwische ich mich dann dabei wie alle 5 Würfe der Köder gewechselt wird, weil gerade nichts beißt….VERLORENE ZEIT!

Die Mini-Ausrüstung

Deshalb entschloss ich mich am Freitag den 13. – abergläubige Angler bleiben an diesem Tag auf der Couch sitzen – zu einer Tour mit minimalstem Gepäck. Ich wollte den See direkt vor meiner Haustür beangeln, aber Stellen die mit dem Boot doch etwas weit zu Rudern gewesen wären. Ich schnappte mir mein Fahrrad, eine Reiserute, eine kleine Spule Fluorocarbon-Vorfach, ein paar Snaps (Karabiner) und die kleinste Köderbox die ich finden konnte. Die Rute im Transportfutteral geschultert, Snaps und Vorfachmaterial noch mit in das Futteral gepackt und die Köderbox in die Jackentasche gesteckt konnte es schon losgehen.

1024_mini gepäck fahrrad

 

Vertrauen zu den liebsten Ködern

In die Köderbox passte nicht viel, also nahm ich nur meine absoluten Lieblingsköder mit. Aufgrund der Tiefe des Gewässers montierte ich die entsprechenden Jigkopfgewichte. Ein paar leichtere und ein paar schwerere Versionen waren selbstverständlich auch dabei. Bei der Ködergröße orientierte ich mich an der aktuellen Brutgröße in unserem Gewässer und packte noch ein paar kleine Gummis ein, falls die Barsche nicht ganz so viel Appetit haben.

1024_meine besten köder

 

Reiseruten  – Nicht nur für den Urlaub

Gerade wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist eignen sich Reiseruten perfekt. Sie kommen meist in einem kleinen Transportrohr das mit einem Umhängegurt ausgestattet ist. Dies lässt sich prima über die Schulter oder gar auf den Rücken ziehen um sorgenfrei in die Pedale treten zu können. Ich bin zwar auch schon mit einteiligen Ruten auf dem Rad gefahren, aber schön war das nicht. Da eignet sich eine Reiserute doch deutlich besser!

1024_hornet stinger reiserute

Mit etwas Geschick und gut haltenden Neopren Gummibändern lässt sich die Reiserute schon vormontiert transportieren.1024_hornet stinger reiserute montiert

 

Ultra Spaß am Ultra-Light Gerät

Es dauerte keine 5 Würfe am ersten Spot, da bekam ich auf meinen kleinen Barschköder, den Berkley Cutt Shad ( der Blaue Köder in der Box ganz Links), einen hammerharten Einschlag. Der Fisch rannte los und ich wusste sofort , der Zielfisch Barsch wird das wohl nicht sein. Knappe 20 Minuten Drill später sah man den Fisch das erste Mal. Es war der zweite, fast metergroßer Hecht (97cm), auf der Ultra-Light Rute dieses Jahr. Damit hatte ich nicht gerechnet!

1024_97cm hecht auf berkley flex cutt shad

Kaum Köderwechsel, viel Zeit zum Angeln

Nach dem Hecht musste ich einen anderen Köder nehmen. Der Fisch hatte den Gummi so im Maulwinkel, dass er beim Drill permanent darauf herumgebissen hat. Mit dem neuen Köder ging es aber fast genauso gut weiter. Ich konnte mehrere Barsche um die 30cm landen, was mir die letzten Wochen nie geglückt war. 1024_barsch pulse shadKöderwechsel gab es nur dann, wenn ein Köder abriss. Leider verlor ich 4 Köder in Folge und hatte damit nicht mehr das passende Jigkopfgewicht um den Köder attraktiv zu präsentieren. Das ist der Nachteil, wenn man mit so wenigen Baits ans Wasser geht. Dennoch bin ich bester Dinge und werde in Zukunft häufiger mit wenig Gepäck ans Wasser gehen.

Probiert es doch selbst einmal aus, ihr werdet euch wundern wie viel Zeit ihr plötzlich zum Angeln habt 😉

Petri,
Euer Christopehr

 

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