Endlich der erste Bass

Endlich! Nachdem es in Houston schon nicht geklappt hatte, wollte ich unbedingt dieses Jahr noch einen Schwarzbarsch erwischen. Die Gelegenheit dazu sollte sich im Urlaub auf den Azoren bieten. Die Azoren sind ein portugiesischer Archipel im Atlantik und damit der westlichste Vorposten Europas. Die kleinen Inseln bieten viele Möglichkeiten von Wandern, Radfahren, Kultur und Kulinarik. Sie sind unter anderem bekannt für die Möglichkeiten der Wal- und Delfinbeobachtung. Analog gibt es auch einige Angebote für das Hochseeangeln auf Malin, Thunfisch & co. Bei kurzer Recherche habe ich einen Veranstalter gefunden, der auch Guiding für das Süsswasser auf Sao Miguel anbietet. Wer nach genaueren Informationen zum Angeln dort sucht, sollte sich die Berichte von Viktor („Ich geh angeln“) anschauen oder mir gerne schreiben.

Bei all den Möglichkeiten war mein Urlaub überhaupt nicht als Angelurlaub geplant, aber dank der Berkley Naumad hat man fast überall das passende „Besteck“ am Start. Gepaart mit einer MGX oder Premier ist eine vielseitige, leichte und maximal launige Combo immer schnell verpackt.

Mit Reiserute und Baitcaster bekommt man ein wahnsinnig vielfältiges Paket in ein winziges Packmaß

Mit Reiserute und Baitcaster bekommt man ein wahnsinnig vielfältiges Paket in ein winziges Packmaß

Limitierender Faktor wurde in meinem Fall einfach die Zeit. Wer auch gerne wandert oder in den heissen Quellen entspannt, könnte hier Wochen verbringen und wann man dann noch zwischen den Inseln wechselt, vergeht die Zeit erst recht wie im Flug. Wenigstens am letzten Tag dann aber sollte es den Fischen an den Kragen gehen. Topmotiviert sollte es erst einmal nahe Sete Cidades losgehen. Auf dem Weg dorthin konnte man schon den Blick über den See bewundern.

Sete Cidades mit dem grünen und blauen See. Der Legende nach gefärbt nach den Augenfarben eines unglücklich getrennten Liebespaares - Romeo und Julia auf Portugiesisch.

Sete Cidades mit dem grünen und blauen See. Der Legende nach gefärbt nach den Augenfarben eines unglücklich getrennten Liebespaares – Romeo und Julia auf Portugiesisch.

Der See fand meinen Svartzonker McPerch Shad klasse und wollte ihn gleich behalten. Erster Wurf – Hänger – Abriss, so liebe ich das.

Hier gab es viele interessante Strukturen: Felsen unter Wasser, Schilf, Seerosen und Krautfelder.

Hier gab es viele interessante Strukturen: Felsen unter Wasser, Schilf, Seerosen und Krautfelder.

Als es daraufhin auch mit den Bissen nicht klappen wollte stand ein Platzwechsel an und ich suchte mir einen flachen Bereich mit grossen, löchrigen Krautfeldern.

Bei dem Panorama kann man auch schonmal abschweifen.

Bei dem Panorama kann man auch schonmal abschweifen.

Hier sollte vielleicht noch etwas auf Oberflächenköder gehen, meine Lieblingstechnik! Tatsache, nach etwa zehn Minuten konnte ich einen schönen Barsch verhaften. SO! hatte ich mir das eher vorgestellt.

Der erste Fisch, an der Oberfläche machen die einfach richtig Spass.

Der erste Fisch, an der Oberfläche machen die einfach richtig Spass.

Einige Meter weiter ging dann auch noch ein Hecht auf meinen Popper. Nicht gross, aber die Attacke auf Sicht hat Spass gemacht.

Kleiner Hecht auf Stickbait

Kleiner Hecht auf Stickbait

Hecht und Barsch waren abgehakt, damit war es dann Zeit einen anderen See anzusteuern, der bessere Chancen auf Schwarzbarsche bieten soll. Lagoa de Sao Bras ist ein kleiner, recht unscheinbar See oben in den Hügeln. Eine Seite ist recht steil, dicht bewaldet und leider unzugänglich, während die andere Seite durchgängig sehr flach und unscheinbar ist. Teilen musste ich den See mit zwei Windsurfern, was den Aktionsradius noch etwas einschränkte. Nach einigen ergebnislosen Versuchen entschied ich mich für das Ufer auf das der Wind blies und lief dafür einmal um das Gewässer. In der aufgewühlten Brühe sah ich dann einen Felsbrocken unter Wasser, über den die Wellen schwappten – endlich ein bisschen Struktur! Und tatsächlich, nach ein paar Würfen links und rechts des Steins bekam ich einen harten Biss auf meinen grellen Spinnerbait. Nach einem tollen Drill mit mehreren Sprüngen konnte ich dann endlich meinen ersten Schwarzbarsch landen. Kein Riese, aber ich war glücklich.

Da ist er nun, der erste Schwarzbarsch. An der Grösse wird sicherlich noch gearbeitet, aber der Anfang ist gemacht.

Da ist er nun, der erste Schwarzbarsch. An der Grösse wird sicherlich noch gearbeitet, aber der Anfang ist gemacht.

Das Triple war komplett und kurz danach war dann auch der halbe Angeltag vorbei und die Abreise stand bald an. Die Saison ist zwar noch nicht vorbei, aber ich freue mich jetzt schon auf die warmen Tage im nächsten Jahr, wenn wieder das Topwater Fischen ansteht. Dann auch mit dem neuen Sortiment von Berkley. Für dieses Jahr waren dies aber wohl die letzten Fische an der Oberfläche.

Abschliessend für euch noch ein paar Schnappschüsse. Viele Grüsse und ‚Tight Lines’!

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Kategorien : Allgemein, Raubfischangeln