Unterwegs in Houston (TX) – Howdy!

Im Mai steht anglerisch eigentlich jedes Jahr die Saisoneröffnung am Hausgewässer an: Neues Material, die altbekannte Aufregung und hoffentlich ein paar Hechte, die schon viele Sommer hinter sich haben. In diesem Jahr ergab sich das nicht wie gewohnt, da ich beruflich sehr viel unterwegs war. Das bietet manchmal allerdings auch ganz besondere, neue Möglichkeiten.

Anfang Mai war ich in Houston, Texas und neben Rodeo, Country und Pick-Up Trucks ist Texas auch für die Schwarzbarsche dort bekannt. Ich wollte also meinen freien Tag zwischendrin nutzen, um meinen ersten Black Bass zu erwischen. Ausgerüstet war ich mit einer Combo aus Revolution MGXtreme, Berkley Naumad Reiserute und 12er Nanofil. Dazu hatte ich ein paar Köder von McPerch Shad bis McMio Junior, sowie ein paar Spinnerbaits und Chatterbaits. Damit hat man ein wirklich handliches Paket zusammen, dass locker in den Koffer passt.

Abu Garcia Revo MGXtreme - Berkley Naumad

Vor dem Trip hatte ich mir online schon die Erlaubnis des Staates Texas besorgt. Man bekommt den Erlaubnisschein sogar weltweit ohne Versandkosten zugestellt, dabei war ich vorher fast etwas skeptisch ob das klappen würde.

Texas Fishing License

Im Internet hatte ich mich vor dem Trip schlau gemacht und grundsätzlich gab es zwei mögliche Gewässer. Neben einem staatlichen Park außerhalb der Stadt bot sich vor allem das Fischen direkt in der Stadt an den sogenannten Bayous an. Bei Youtube findet man interessante Videos in denen hier Schwarzbarsche, aber auch verschiedene exotische Fischarten gefangen werden. Das Fischen mitten in der Stadt fand ich spannender und so war die Entscheidung gefallen. Das hier war mein erster Blick auf das Gewässer für den Tag.

Urban FishingHier gab es keine Möglichkeit ans Wasser zu kommen und so zog ich erstmal weiter. Dieser Spot hier kam mir schon aus den vorher studierten Internetvideos: Allen’s Landing ist nicht nur Gründungsstelle Houstons, sondern wohl auch eine gute Stelle um mit dem Fischen anzufangen.Houston - Allen's LandingAls ersten Köder habe ich den McPerch gewählt und einfach als Swimbait durchgeliert. Dabei habe ich Tiefe und Geschwindigkeit immer mal variiert und as dauerte nich lange bis zum ersten Biss. Den konnte ich allerdings nicht verwandeln und danach blieb es leider erst einmal ruhig.

Meine Combo für unterwegs: Revo MGXtreme und Berkley Naumad, dazu der McPerch Shad

Meine Combo für unterwegs: Revo MGXtreme und Berkley Naumad, dazu der McPerch Shad

Der Mittag wurde jetzt immer heißer und stickiger und ich brach auf ein paar neue Spots zu suchen, da an der vorherigen Stelle kein Leben mehr sichtbar war.

Der Tormentor ging leider zwei Würfe später für immer verloren.

Downtown Houston – Der Tormentor ging leider zwei Würfe später für immer verloren.

Nahe der University of Houston sprach mich dann ein Polizist an, wollte aber gar nicht meine Lizenz sehen, sondern einfach nur übers Fischen reden. Er meinte, dass es mit Bass eher schwierig sei, er aber gut auf gelbe Wobbler gefangen hätte. Na klasse, da hing der Tormentor bereits am versenkten Einkaufswagen oÄ. Er empfiehl mir dann eine Stelle etwa ausserhalb an der es Gar (Knochenhechte) geben solle. Ich habe dort tatsächlich zwei Exemplare von ca 40-50cm entdecken können, aber die sind bei der Länge gerade einmal wenige Zentimeter dick. Sie interessierten sich auch weder für meine Köder noch konnte ich sie auf Fotos sichtbar machen. Immerhin wurde ich mit dieser bunten Aussicht belohnt:

Ausserhalb der Stadt wird der Fluss dann zur Betonrinne

Ausserhalb der Stadt wird der Fluss dann zur Betonrinne, viele der investiven Graskarpfen sind trotzdem zu sehen

Zurück in der Stadt fand ich eine Stelle unter zwei Brücken an der viel Aktion im Wasser zu sehen war.

Von diesen Fischen gab es überall viele, typisch ist das panische Springen aus dem Wasser

Von diesen Fischen gab es überall viele, typisch ist das panische Springen aus dem Wasser

Nach kurzer Zeit konnte ich dann an einer Steinpackung endlich einen Fisch auf einen kleinen McPerch Curly am Jig haken.

Endlich war die Rute mal ohne Hänger krumm!

Endlich war die Rute mal ohne Hänger krumm!

Es war leider nicht der erhoffte Schwarzbarsch, aber auch eine neue Art für mich und ein kampfstarker Fisch noch dazu. Der Drill hat wirklich Spaß gemacht und die Vierteilung der Rute ließ sich kaum spüren. Armoured Catfish, also Harnischwelse, sind eigentlich in Mittel- und Südamerika zuhause, aber inzwischen auch uA. in den Gewässern Houstons weit verbreitet.

Kein Scharzbarsch, aber immerhin Fisch und auch eine neue Art für mich.

Kein Scharzbarsch, aber immerhin Fisch und auch eine neue Art für mich.

Für mich war das ein versöhnliches Ende des Tages, der durch viele weite Wege, die schwüle Hitze und die vielen Hänger ganz schön anstrengend war. Für mehr Zeit am Wasser hat es dann in den nächsten Tagen auch nicht mehr gereicht, der Schwarzbarsch steht weiter auf meiner Liste!

Meine nächste Dienstreise führte mich nun kürzlich nach Peking, aber nach umfangreicher Recherche zu Möglichkeiten zum Fischen hatte ich mich gegen das Tackle entschieden. Indoor Angeln in der Forellenzucht sagte mir nicht wirklich zu und für einen Trip ans Meer fehlte mir die Zeit. Vor Ort beim Sightseeing habe ich dann unter anderem diese beiden hier gesichtet:

Snakeheads im Park des alten Sommerpalasts Yuanmingyuan

Snakeheads im Park des alten Sommerpalasts Yuanmingyuan

Was hätte ich jetzt für meine Combo und ein paar Topwater Frösche gegeben?! Naja, ich komme wieder, bis nächstes Mal!

Viele Grüsse und ‚Tight Lines’!

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Kategorien : Raubfischangeln, Streetfishing